![]() |
||||
|
aus der Saarbrücker Zeitung vom 6.10.2003 Wenn aus Träumen schöne Lieder werden
Entspannt zurücklehnen, Augen zumachen, ein Glas Wein in die Hand nehmen, lauschen, auch wenn man nichts versteht, so stellt sie sich den idealen Zuhörer vor. Mit dunkler Stimme trägt Salamon später ihre Songs vor. Allerdings lässt sie das Publikum beim Text nicht im Wind stehen, sondern erzählt vom All-Inklusive-Urlaub an der Türkei, vom Kampf am Buffet und wie sie beispielsweise zu "Mix your fingers" und anderen Wort-Ideen kam. Einer ihrer Songs heißt "Just a dream" und erzählt von den Träumen, ein Star in Amerika zu sein. In einem anderen geht es um das Reisen. Auch für Frank Friedrichs haben Träume eine besondere Bedeutung. Eines Tages, als er nicht mehr länger alleine auf der Bühne stehen wollte, ließ er sich eine Liste mit Namen geben. Des Nachts träumte er, Wolfgang Folz komme in sein Zimmer. Am nächsten Morgen rief er ihn an und: "Es passte". Manchmal, so sagt Friedrichs, träume er auch seine Lieder. Wie Marina Salamon will auch Frank Friedrichs keine politischen Lieder machen, nicht mit pädagogisch erhobenem Zeigefinger singen. Wie sie erzählt er zwischendrin von Situationen, die ihn inspirierten. Im Vordergrund steht für Friedrichs die persönliche Sicht der Dinge, die Frage: Wie sehe ich ich das Leben, wie verarbeite ich es. Im Gegensatz zu der Songwriterin ist ihm der Text oft wichtiger. Dann wird die Musik zum Transportmittel. Doch im Endeffekt müsse beides zusammen passen, sagt er. Hier schließt sich der Kreis. Unten im Saal, also auf gleicher Ebene mit dem Publikum, trägt das Frank Friedrichs Duo seine Songs vor. Auch einer von Wolfgang Folz ist darunter. Autobiografisch, in Saarbrücker Mundart. Gegen den Begriff Liedermacher habe er nichts einzuwenden, sagt Folz auf der Bühne und Friedrichs meint: Darüber sprechen wir später. hof |
||||