Doppelschlag

aus der “SaZ”:

Kulturverein in "Jochems Kneipe"

Riegelsberg (ph). Viel vorgenommen hatte sich der "Kulturverein Riegelsberg" (ausführliches Porträt in "SaZ", Ausgabe 16) für den 4. Oktober ein Doppelkonzert mit dem " Frank Friedrichs Duo", dem, quasi als Zugabe, Solointerpretin Marina Salamon aus Nohfelden einen krönenden Abschluss setzen sollte. Doch dann kam alles ein wenig anders, als erwartet. Leider hatte die einzige Tageszeitung im Saarland in einer ihrer Ankündigungen die Veranstaltungsorte vertauscht, so dass viele potentielle Gäste einem anderen Riegelsberger Gastronomiebetrieb zu strömten, während sich im EventRaum von "Jochems Kneipe" gerade einmal eine Handvoll Zuhörer einfand. Eigentlich unzumutbare Verhältnisse für die Hauptakteure, die sich jedoch ganz Profis unbeirrt auf ihre Auftritte einstimmten. Und so begeisterten Frank Friedrich und Wolfgang Volz mit ihren deutschen Liedern, die beide zum Teil "auf saarländisch" zum Klang ihrer Gitarren vortrugen; oft genug mit autobiographischen Zügen. Getreu dem Motto des Abends, das "Songs zwischen Traum und Wirklichkeit" versprach. Danach gings in Englisch weiter: Marina Salamon, gelernte Kauffrau, die sich seit bald einem Jahr wieder ganz ihrer Musik verschreibt, begeisterte mit ihrer ausdrucksstarken   Stimme, wobei Tontechniker und Ehemann Stephan wie immer für den rechten Sound sorgte. Seit März gibts zudem eine eigene CD, die auf den passenden Titel "first time" getauft wurde. Dabei ist ihre Liebe zur Musik, wie sie der "SaZ" verriet, viel älter: "Bereits vor 20 Jahren begeisterte ich mich für die Gitarre". Vorbilder waren auch die Beatles. Doch da gab's ja noch die Wünsche der Eltern, die darauf bestanden, dass sich die Tochter nicht allem einer "brotlosen Kunst" zuwand. Und so lagen sie zunächst einmal auf Eis: die Träume von einer professionellen Karriere. Ein Ziel, das Marina nun um so fester anpeilt! Angesprochen auf die Casting-Shows, glaubt sie jedoch, dass diese den jungen Interpreten einen Weg und eine ganz bestimmte Richtung vorgeben: "Doch ich möchte mich nicht verbiegen!" Also lieber den eigenen, vermutlich schweren Weg einschlagen als die Pfade, die einer wie Bohlen vorschreibt, abschreiten.